POP-UP ALS REKRUTIERUNGSSTRATEGIE

Pop-ups im Einzelhandel werden ganz klar immer beliebter, aber sie erobern auch neues Terrain. Einen Trend werden wir auch im nächsten Jahr weiterverfolgen, und er wird 2020 noch an Bedeutung gewinnen: nämlich Pop-ups als Rekrutierungsstrategie zu nutzen.

Ich habe dieses Szenario bereits erwähnt, als ich über die 2019 zu beobachtenden Trends sprach, und als Bestätigung dessen haben wir erst vor wenigen Wochen erfolgreich ein Rekrutierungs-Pop-up für Arkin gestartet. Arkin ist eine Organisation für psychische Gesundheit, spezialisiert auf Psychiatrie und Suchthilfe, die in mehreren niederländischen Städten tätig ist.

Arkin | Recruiting Pop-Up

 

EINE NEUE REKRUTIERUNGSSTRATEGIE

Das Event verfolgt ein zweifaches Ziel. Einerseits scheint der Einsatz eines Pop-ups als Rekrutierungsstrategie eine attraktive Möglichkeit zu sein, um potenzielle Bewerber anzusprechen, die bereit sind, in einem problematischen Sektor zu arbeiten. In den Niederlanden wie in ganz Europa gibt es einen Mangel und ein Missverhältnis an Gesundheitsfachkräften. Das gibt Anlass zur Sorge um die Zukunft. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) könnte der Mangel an Ärzten, Krankenschwestern und Hebammen bis 2030 weltweit auf 9,9 Millionen ansteigen.

Auf der anderen Seite trägt diese Pop-Up-Rekrutierung dazu bei, das mit der psychischen Gesundheit verbundenen Stigma zu überwinden. Die Strategie von Arkin bestand darin, 13 bekannte Niederländer, die an einer psychischen Erkrankung leiden, für sie als Botschafter tätig werden zu lassen. Sie erzählten ihre persönlichen, emotionalen Geschichten und sprachen offen über ihre Höhen und Tiefen.

Diese Pop-up-Rekrutierungsstrategie geht ein heute sehr wichtiges Problem an. Denn nach Angaben der WHO wird jeder vierte Mensch weltweit im Laufe seines Lebens an einer psychischen oder neurologischen Störung erkranken. Und davon scheinen die Millennials am stärksten betroffen zu sein, da die Zahl der schweren Depressionen in dieser Generation um 47 % gestiegen ist.

Die Pop-up-Jobvermittlung stand für jedermann offen. Drei Tage lang konnte jeder, der an einer Karriere bei Arkin interessiert ist, unangemeldet vorbeikommen und sich bei den anwesenden Spezialisten und Personalvermittlern Hintergrundinformationen über die von Arkin angebotene Hilfe holen.

Ziel von Arkin ist es, zu erreichen, dass die Menschen von Anfang an offen mit ihrer psychischen Erkrankung umgehen. „Leider gibt es immer noch viele Vorurteile innerhalb und außerhalb der psychiatrischen Versorgung gegenüber Menschen mit einer psychischen Erkrankung. Dies kann sie davon abhalten, Hilfe zu suchen oder sich zu erholen. Jeder vierte Mensch wird im Laufe seines Lebens mit psychischen Problemen konfrontiert sein. Darüber hinaus können diese Vorurteile auch indirekt die Einstellung der Menschen zur Arbeit in der psychiatrischen Versorgung beeinflussen“, so Cecile Gijsbers van Wijk, Mitglied der Geschäftsleitung.

Die Strategie, die Arkin mit diesem Rekrutierungs-Pop-up verfolgt hat, ist inspirierend und zeigt, wie es bei Erreichen eines sehr speziellen Ziels auch möglich ist, die Öffentlichkeit über dein Unternehmen oder die damit verbundenen Herausforderungen zu informieren.

Auf jeden Fall solltest du deine nächste Recruiting-Veranstaltung noch einmal überdenken!

 

 

 

Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt.

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